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Perspektivgeschichte(n): Paderborn & München streiten sich um die JBBL-Krone 2012
Nachdem sich die Paderborn Baskets mit einem Acht-Punkte-Sieg als erstes Team für das Finale um die Deutsche Meisterschaft in der JBBL qualifiziert hatten, ermittelte der Nachwuchs des TSV Nördlingen und des FC Bayern München den zweiten Finalisten. In der Hauptrunde konnte dabei jede Mannschaft einen rosa Spielbogen mit in die Heimat nehmen. Der Bundesliga-Nachwuchs des FC Bayern setzt sich am Ende knapp, aber verdient mit 65:60 (37:30) durch. Eine Perspektivgeschichte direkt vom Parkett aus Hagen.
Vier Teamfouls, aber eine 13:2-Bilanz leuchtete nach drei Minuten des ersten Viertels auf der Anzeigetafel in der Hagener ENERVIE Arena. Beide Teams starteten nervös, doch der ProB-Nachwuchs der Giants kam besser ins Laufen. Vor allem die Ferner-Zwillinge gaben dem Spiel Struktur und leiteten immer wieder Schnellangriffe zu einfachen Punkten ein. Während die ersten Zuschauer eine deutliche Angelegenheit für den Urspring-Bezwinger vermuteten, kamen die FCB-Basketballer zurück. Nach einer Auszeit von Cheftrainer Bisselik besannen sich die Müncher auf ihr Team- und Inside-Spiel und verkürzten zum Viertelende auf 15:17.
Trotz einer, bedingt durch Probleme mit der Spieluhr, verlängerten Viertelpause, blieb das berühmte Momentum im Süd-Duell bei den Bayern. Nach knapp drei Minuten gelang Marco Hack-Vazquez die erste Führung, auf Nördlinger Seite hielt offensiv wie defensiv Simon Brunner dagegen. Doch vor allem Bayern-Topscorer Tim Hasbargen war es geschuldet, dass sich die Bisselik-Equipe zum Pausentee mit 37:30 absetzte.
Schnellangriff reiht sich an Schnellangriff zu Beginn des dritten Spielabschnittes. Nachdem zunächst die Müncher-Angriffsbemühungen mit zwei netten Blocks durch die Nördlinger Defensive zurück gewiesen wurden, kam der FCB-Express immer besser ins Rollen und markierte durch Hack-Vazquez sowie Sebastian Schmitt die erste zweistellige Führung (3. Viertel, 34:45). Bis zum Ende des dritten Viertels sollte der Bundesliga-Nachwuchs seine zweistellige Führung behaupten (41:54). Knackpunkt eins: Lukas Ferner (9 Punkte) kassierte Mitte des dritten Viertels sein fünftes Foul – den TSV`lern fehlte somit eine wichtige Konstante im Angriffsspiel. Knackpunkt zwei: Johann Kinshofer trat zwar offensiv wenig in Erscheinung, doch der körperlich robuste Inside-Spieler der Münchner hielt die Zone weitgehend sauber. Knackpunkt drei: Point Guard Sebastian Schmitt lenkte das Bayern Spiel souverän und trat selbst als Scorer in Erscheinung – für Parkettgeschichten neben Tim Hasbargen der MVP der Partie.
Hoffnungsschimmer: Rund sechs Minuten vor dem Ende verkürzte Nördlingen, vor allem dank konzentrierter Defense-Arbeit und schneller Finger von Georg Beyschlag auf 53:60. Und tatsächlich, die bis dato selbstbewusst aufspielenden Bajuwaren wankten, Michael Dorsch und Jugendnationalspieler Joschka Ferner brachten Nördlingen in Schlagdistanz. Ein 3-Punkte-Wurf von Johannes Raab zum 58:60 brachte schlussendlich auch die mitgereisten Zuschauer zurück ins Spiel. Spannung pur in der Hagener BBL-Arena!
Am Ende ist es erneut Spielmacher Sebastian Schmitt, der die erste Finalteilnahme für den bayrischen Nachwuchs sichert. Spielentscheidend bringt er den Ball mehrfach in die TSV-Zone und setzt seine Mitspieler gekonnt in Szene. Am Ende fehlt Nördlingen das Glück aus der Distanz. Das Finale um die deutsche JBBL Krone heißt Paderborn vs. München.
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