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Karlsruhe: GEQUOS siegen trotz durchwachsener Vorstellung

Zwei völlig verschiedene Halbzeiten bekamen die rund 130 Zuschauer beim 71:63 (44:29)-Heimsieg der KIT SC GEQUOS gegen den USC Freiburg geboten. In den ersten 20 Minuten waren die Karlsruher aufmerksam in der Defensive und kamen in der Offensive durch gutes Passspiel zu einfachen Körben – die Gäste traten ohne den erwarteten Kampfgeist auf. In der zweiten Hälfte präsentierten sich die GEQUOS zu leichtfertig. Die USC-Akteure erkannten ihre Chance und kämpften sich im Schlussviertel bis auf zwei Punkte heran.

Die Anfangsphase gehörte dem USC Freiburg, der sich angeführt von Kapitän Sebastian Riedel eine 7:4-Führung erarbeitete. Für klare Verhältnisse sorgte binnen drei Minuten ein 12:0-Lauf der GEQUOS, zu dem Julius Parrisius, Elnis Prasovic, Peter Voß und Peter Schmidt Punkte beisteuerten. Durch die Umstellung auf Zonenverteidigung konnte der USC Mitte des Viertels dem KIT SC kurzfristig den Schwung aus den Segeln nehmen, doch in der Schlussphase bauten Michael Baumer, Thomas Zenkel und Benjamin Frisch den Karlsruher Vorsprung von 16:12 wieder auf 26:15 aus.

Im zweiten Abschnitt dauerte es zwei Minuten, ehe die GEQUOS wieder Fahrt aufgenommen hatten. Dann kontrollierten sie das Spielgeschehen gegen lethargisch wirkende Gäste, vor allem der Weg zum Korb wurde den Gastgebern des Öfteren überraschend leicht gemacht. Stück für Stück setzten sich die Karlsruher weiter ab, zum Ende des zweiten Abschnitts stand es 44:29. „Mit der ersten Hälfte war ich zufrieden. Wir haben defensiv gut gearbeitet und in der Kabine noch einige Kleinigkeiten besprochen, die wir besser machen wollten“, sagt GEQUOS-Headcoach Uli Himstedt.

Besser machen wollte auch der USC Freiburg in den zweiten 20 Minuten einiges, denn die Gäste kamen mit einer völlig veränderten Körpersprache zurück aufs Feld. Schon in den ersten Angriffen sicherten sie sich mehrfach Offensivrebounds, während die GEQUOS-Truppe den Sieg mental bereits eingetütet zu haben schien. Da Freiburg mehrere Gelegenheiten an der Freiwurflinie ausließ, konnte der KIT SC dennoch seinen Vorsprung bis auf 49:31 ausbauen. Den Karlsruhern gelang es aber nicht, sich auf die neue Intensität im Freiburger Spiel einzustellen – die Folge: Bereits nach vier Minuten hatten sie mehr Fouls begangen als in der kompletten ersten Hälfte. Die Guards Maximilian Wendt und Lukas Bosse suchten für den USC immer wieder erfolgreich den Abschluss. Über 38:49 kämpften sich die Gäste bis vier Sekunden vor Viertelende auf 48:54 heran, bevor Lars Moysich den Buzzerbeater zum 56:48 für seine Farben traf.

Auch im Schlussviertel gelang es den GEQUOS nicht, den Hebel wieder richtig umzulegen. Die Defensive zeigte sich leicht verbessert, doch in der Offensive lief wenig zusammen. Bis zur 37. Spielminute trafen lediglich Prasovic und Schmidt – mit einem knappen 61:57 ging es für den KIT SC in die entscheidenden Minuten. Die letzten 60 Sekunden wurden beim Stand von 64:61 eingeläutet. Nun stand die Defensive der Gastgeber wieder sicherer, so dass der USC zu „stop-the-clock-Fouls“ gezwungen war. Die sicher verwandelten Freiwürfe von Prasovic und Baumer zum 71:63-Entstand führten schließlich doch noch zu einem deutlicheren Ergebnis.

„Wir haben in der zweiten Halbzeit zu überheblich gespielt und nicht das umgesetzt, was wir tun wollten. Damit können wir nicht zufrieden sein. Meine Jungs müssen verstehen, dass sie nur dann besser sind als ihre Gegenspieler, wenn sie auch härter dafür arbeiten und ihr Talent durchsetzen“, sagt Himstedt.

Für die GEQUOS geht es nach einer dreiwöchigen Pause am 21. April weiter. Dann treffen sie auf den Tabellenvierten ASC Theresianum Mainz. Eine Woche später – am 28. April – geht die erste Saison der GEQUOS unter dem Dach des KIT SC zu Ende. Um 18.30 Uhr empfangen die Karlsruher den USC Heidelberg II, bereits im Vorfeld findet der erste Hoepfner Streetballcup statt, nach dem Spiel geht es mit einer großen Saisonabschlussparty in die Sommerpause.

Punkte KIT SC GEQUOS: Prasovic 14, Baumer 13, Parrisius 13, Schmidt 8, Frisch 7, Voß 6, Mikait 4, Zenkel 4, Moysich 2

PM: KIT SC GEQUOS

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